Kürzlich gelesen – „Feuchtgebiete“ Charlotte Roche
Auf einer äußerst langweiligen Busfahrt nach Hamburg habe ich aus lauter Verzweiflung „Feuchtgebiete“ gelesen..
Also zumindest habe ich es versucht.
Gott weiß, warum meine Schwägerin sich dieses Buch gekauft hat, aber es war da, mir war langweilig und ich hatte schon lange nichts mehr gelesen.
Also widmete ich meine Aufmerksamkeit mal diesem Buch.
Wobei man es ehrlicherweise eigentlich Machwerk nennen müsste.
Ich weiß nicht, wie viele Gegner ich nun auf den Plan rufe, aber ich muss dazu mal meinen Senf abgeben.
Was die liebe Frau Roche geritten hat ein solches Machwerk zu verfassen, vermag ich nicht zu sagen, aber was zum Henker hat die Kritiker geritten, dieses Buch so über den grünen Klee zu loben?
Seid mir nicht böse, aber dieses Buch ist einfach nur widerwertig.
Zur Erklärung, ich nenne selbst einen ziemlich bösen und ekligen Humor mein Eigen, ich komme aus dem Rettungsdienst und bin einiges gewohnt, aber solche Sachen zu lesen…
Ich weiß ja nicht…
Meine Schmerzgrenze ist ziemlich hoch, was Ausscheidungen aller Art angeht, aber muss ich in einem Buch darüber lesen, wie die Protagonistin darüber sinniert, ob der Kerl beim Analverkehr ‘Schokodip’ habe möchte und wenn nicht, sie sich erstmal eine schöne Darmspülung verpasst?
Und das ist eine der harmloseren Stellen.
Ich bin jemand, der eigentlich alles liest, was ich in die Finger bekomme, seien es Romane, Zeitschriften oder Bedienungsanleitungen. Aber so tapfer ich mich auch durch so manche Bücher gequält habe, muss ich bei diesem Buch sagen, dass mir meine Zeit zu schade war. Ich habe es nicht beendet und ich muss sagen, dass ich dem keine Träne nachtrauere. Ich habe mich bemüht, aber es ging einfach nicht.
Hätte ich vorher gewusst, was ich jetzt weiß, hätte ich dieses Buch ebenso boykottiert, wie seinerzeit Harry Potter.
An alle die das hier lesen und „Feuchtgebiete“ noch nicht gelesen haben:
Lasst es. Spart euch das Geld, geht ins Kino oder kauft euch einen neuen Toilettendeckelbezug, aber gebt euer Geld nicht für diesen Mist aus.
Man kann ja über so ziemlich alles geteilter Meinung sein, da ja fast alles Geschmackssache ist, aber ich möchte nicht noch mehr Zeit darin investieren, über dieses Buch nachzudenken.
Ich weiß mit meiner Zeit besseres anzufangen… Sandkörner in der Wüste zählen zum Beispiel.
Donnerstag, 11. September 2008 um 22:50
Also, Deine Rezension ist ja wirklich mit einer 1a- Kaufempfehlung gleichzusetzen.
Nein, im Ernst. Ich kann es mir so richtig gut vorstellen wie die Charlotte (oder ihr Ghostwriter)da mit der Skandalkeule wedelt..
Vielleicht kennst Du ja diesen Blog..
http://girlwithaonetrackmind.blogspot.com/
..der kommt bei weitem besser rüber und ich nehm der Dame auch wirklich ab, was sie da so schreibt. Übrigens hat sie auch ein Buch geschriebn und sie ist glaub ich auch grad dabei ein neues zu machen.
Als letztes: Ich lese ihre Seite nur alle paar Wochen, als falls Du glaubst, ich mach hier Werbung für die Frau, so isses auch nicht.
LG,Stefan
Donnerstag, 11. September 2008 um 23:10
Nein, den Blog kannte ich noch nicht, aber danke für den Tip, ich werd ihn mir morgen mal anschauen
Montag, 12. Januar 2009 um 14:32
Wir können ekliger! – Die Antwort auf „Feuchtgebiete“
Trockenzonen – Wenn Männer aufhören sich zu waschen
von Charles Roch
Erscheint am 1. Februar 2009 bei Carlsen