Neuer Wind über die Mozilla EULA

Viele Nutzer des Open-Source Betriebssystems Ubuntu waren zurecht verwirrt, als die neue Version des beliebten Browsers Firefox mit einem Endbenutzerlizenzvertrag (EULA) startete.

Harsche Kritik der Open-Sourceler waren die Folge, die zurecht empört waren, da Firefox als solches ebenfalls ein Open-Source-Projekt darstellt.

 

Nun hat sich die Vorsitzende der Mozilla Foundation Mitchell Baker in ihrem Blog dazu geäußert:

 

„Es stimmt, der Inhalt der Lizenzvereinbarung ist falsch. Korrekt ist, dass der Code von FLOSS-Lizenzen (Free/Libre Open Source Software) bestimmt wird. Es ist keine typische EULA, wie in der aktuellen Version. Dies nicht mit Ubuntu und anderen Distributoren abzustimmen und die Lizenzbestimmung für eine Überprüfung zu veröffentlichen, war ein Riesenfehler.“

 

Die Antiphatien gegenüber Mozilla waren von der Seite der Ubuntunutzer hochgekocht und gipfelten im Aufruf zum Boykott von Firefox. Mark Shuttleworth, Gründer von Ubuntu hatte die Community im letzte Woche darüber in Kenntnis gesetzt, aber auch zur Besonnenheit gemahnt. Niemandem sei mit Beschimpfungen gedient.

Es wurde ebenfalls darauf reagiert, dass gesagt wurde, wenn diese EULA Bestand habe, man eben einen nicht derart geschützten Browser auf Basis des Firefox entwickeln müsse, der dann in Ubuntu integriert würde.

Natürlich habe Mozilla das Recht sich die Marke Firefox schützen zu lassen, ebenso habe Mozilla das Recht ihre Software unter bestimmte Lizenzbedingungen zu stellen. Dies sei aber nicht das Ziel von Open-Source.

 

Im Endeffekt ist es schon richtig, dass Prinzipien wie Open-Source ein schöne Sache sind. Und eine sinnvolle noch dazu. Aber trotzdem gibt es nunmal immer wieder Firmen, Entwicklerteams oder auch Einzelne, die dem Nutzer etwas derartiges unterschieben wollen, nachdem das Produkt einen gewissen semi-kommerziellen Erfolg hat. Die Frage sei nun gestellt, ob das der richtige Weg ist und ich bin der Meinung: Nein.

Lizenzbedingungen schön und gut, wenn ich ein Produkt habe, dass nicht jeder direkt weiterverwursten können soll, dann habe ich das Recht dazu, mein geistiges Eigentum, seien es nun Artikel, Bilder oder auch Software, so zu beschützen, wie ich es für richtig halte.

Aber sich erst damit zu rühmen, man täte es „für die Gesellschaft“, aber dann wenn man Zahlen wittert das Ganze einzuschränken ist der falsche Weg.

Vor allem wächst dadurch nur eine gewisse Unglaubwürdigkeit gegenüber den Endnutzer.

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