How-To: Googeln

In jedem Forum, in dem ich unterwegs bin, kann man eines sehr schmerzlich beobachten, ich hatte es ja bereits in meinem Artikel „Google – Der Teufel in Suchmaschinengestalt“ erwähnt, nämlich, dass die User definitiv nicht in der Lage sind, die integrierte Suchmaschine des Forums, geschweige denn Google zu benutzen.

Ich finde das nicht nur traurig, sondern auch ärgerlich und nervig. Jeder Dahergelaufene postet sein Problem, weil er ja eine maßgeschneiderte Antwort möchte. Aber auch die Inkompetenz im Umgang mit der beliebten Suchmaschine Google scheinen die maßgeblichen Gründe zu sein.

Man merkt vielleicht, dass das bei mir ein relativ sensibles Thema ist. In der Hoffnung bei der Verbesserung des Problems beitragen zu können, verfasse ich also hier dieses kleine „How-To: Googeln“…

Die Hoffnung hält mich nun mal aufrecht und vielleicht nimmt sich ja doch jemand diesen Artikel zu Herzen und stellt keine unnötigen Fragen mehr.

Aber nun zum Thema:

Google ist eine Internetsuchmaschine, die Webseiten durchsucht und eine Datenbank mit den vorhandenen Webseiten und deren Inhalt erstellt.

Natürlich ist das sogenannte „Webangebot“ von Google weitaus größer, die Blog-Plattform Blogger, kostenlose E-Mail-Adressen, die Bilderverwaltung Picasa und vieles mehr. Aber begonnen hat alles mit der Suchmaschine Google. Zu seiner Zeit eine wahre Revolution, denn erstmals war es möglich das Internet so zu durchsuchen, dass man auch tatsächlich etwas gefunden hat. Andere Suchmaschinen bezogen sich bei ihren Suchalgorithmen auf die Häufigkeit der Vorkommnisse des entsprechenden Suchbegriffs. Es war also relativ einfach einen ‚guten‘ Eintrag zu bekommen. Google hat das dann anders gelöst, indem einen eigenen, besseren, Algorithmus benutzt. Google bezieht sich unter anderem darauf, wie oft eine Seite verlinkt ist. Google geht davon aus, dass je öfter jemand eine Seite liest und verlinkt, desto qualitativ hochwertiger muss die entsprechende Seite ja sein.

Und so falsch liegt Google da ja auch nicht, der Erfolg gibt ihnen ja Recht.

Allerdings gibt es bei der Benutzung einige Tücken, die ich hier näher beleuchten möchte. Auf die Datenschutz relevanten Themen möchte ich hier nicht eingehen, das würde zu weit führen.

Fangen wir doch mal vorne an…

Am besten, indem man Google aufruft. das funktioniert unter der Webadresse

http://google.de

Wenn wir das schon mal geschafft haben, ist der größte Teil schon mal erledigt.

Aber was gibt man nun in das lustige Suchfeld ein? Damit haben anscheinend die meisten User Probleme, denn eigentlich immer liest man Aussagen wie: „Ich hab gegegoogelt, aber nix gefunden…“

Ich persönlich halte das jedes mal aufs Neue für eine glatte Lüge. Jeder, der diesen oder einen ähnlichen Satz schreibt lügt. Denn das gibt es nicht. Entweder man hat die falschen Wörter eingegeben oder falsch geschrieben, aber wer sucht findet. Nur weil man keine passenden Einträge findet, heißt das nicht, dass es sie nicht gibt, immer wieder bin ich der lebende Beweis dafür.

Das Geheimnis liegt in der Nutzung der Suchwörter.

Je allgemeiner diese Suchwörter sind, umso allgemeiner sind die Ergebnisse, je spezifischer die Anfrage, umso wahrscheinlicher, dass man keine Einträge findet. Aber das bedeutet eben nicht, dass es sie nicht gibt.

Also, welche Suchwörter sollte ich nehmen? Naja, ganz einfach, die richtigen. Man sollte die Suche entsprechend eingrenzen, will heißen, man nutzt zwei bis drei Suchwörter, die das Thema umschreiben.

Man sollte eine konkrete Fragestellung vermeiden, also keine kompletten Fragesätze einstellen. Auch keine keine klassischen Fragewörter, etwa „wie“ „warum“ „wer“ oder „was“ sollten in der Suchanfrage enthalten sein.

Weiterhin sollte erwähnt sein, dass Google die Suchanfrage nicht im Zusammenhang interpretiert, sondern einfach auf der Website das Vorkommen der einzelnen Wörter überprüft. Es gibt einige Zeichen, die die Suchanfrage konkretisieren, beispielsweise ein +(Plus) oder  “ „(Anführungszeichen). Setzt man ein + zwischen die Suchbegriffe, bedeutet das, dass nur Webseiten angezeigt werden, in denen alle Suchbegriffe vorkommen. Wenn immer noch zu viele Einträge erscheinen, sollte man die Anfrage zusätzlich erweitern. Wichtig ist, dass man immer beides ausprobieren sollte.

Nun haben wir also eine überschaubare Menge von Einträgen, was stellen wir nun damit an? Einfach, wir werten sie aus. Das bedeutet, dass man in der Kurzbeschreibung, die Google anbietet grob vorsortieren kann, ob die entsprechende Seite die gewünschten Informationen enthalten könnte oder nicht. Wenn man nicht sicher ist, lohnt sich auf jeden Fall mal einen Blick zu riskieren. Auch hierbei ist wichtig, dass es meistens nicht nur ein Suchergebnis gibt und der erste Eintrag nicht zwangsläufig der Beste ist. Man muss also auch bei einer Google-Suche auch ein wenig Zeit investieren, um zum Erfolg zu kommen.

Noch eine kleine Anmerkungen zu den oft angeführten „Google-Hacks“…

Es gibt für Google bestimmte Suchanfragen, die mich direkt zu bestimmten Ergebnissen führt, wie beispielsweise „allintitle“ oder „allinurl„. Ich persönlich halte diese Suchanfragen für den Normaluser als vollkommen unnötig, da sie meistens mit den Ergebnissen nicht zurechtkommen. Wir erlegen ja auch keine Stubenfliege mit einer Schrotflinte… Natürlich kann man sie nutzen, aber im ‚Normalfall‘ sind sie einfach nicht nötig.

Wer hierzu nun also Fragen hat, kann mich gerne ansprechen, denn auch das Suchen in Google ist keine Hexerei, will aber doch ‚gelernt‘ werden.

Als kleinen Tip noch nebenher, nutzt doch auch mal die Suche von Google Groups. Google Groups ist ein „Webinterface“ für das fast in Vergessenheit geratene Usenet. Das ist praktisch der Vorgänger bzw. der Urvater der modernen Webforen nur einen Tick besser. 😉

Gerade auch dort sind viele Probleme gelöst und niedergeschrieben, also eine wahre Fundgrube für den Hilfesuchenden. Also schaut euch doch auch dort mal um, ich kann es nur empfehlen…

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2 Antworten to “How-To: Googeln”

  1. Hi!

    Netter Blog-Post bis auf eine Kleinigkeit:

    „Google News ist ein “Webinterface” für das fast in Vergessenheit geratene Usenet.“, Ähm, ich denke Du meintest http://groups.google.com/

    Servus!
    SS

  2. Juppa… vollkommen richtig 😉 Ich habs auch gleich geändert… Danke.

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