Letztens gesehen: The Spirit

Am Freitag habe ich mir „The Spirit“ angesehen.

„The Spirit“ ist eine Comicverfilmung von Frank Miller (der auch ein kleine Rolle spielt), mit Samuel L. Jackson, Scarlett Johansson und Eva Mendes.

Für die, die den Film nicht kennen, es geht um „The Spirit“, ein Held, der über „seine“ Stadt wacht. Nachdem der Polizist Denny Colt im Dienst erschossen wird, steht er als „The Spirit“ wieder auf um das Verbrechen in der Stadt zu bekämpfen.

Dabei hat er einen Erzfeind Der Octopus (gespielt von Samuel L. Jackson), der als Verbrecher in Central City sein Unwesen treibt. Dieser ist der Kopf einer Bande Klone, die die Drecksarbeit für ihn erledigen. Seine weibliche Gehilfin Silken Floss (Scarlett Johansson) ist ebenso kalt und skrupellos, wie Der Oktopus, doch ist sie ein wenig zielgerichteter.

Der Oktopus hat in dem „Spirit“ ebenfalls einen Erzfeind, wobei er allerdings durchblicken lässt, dass sie mehr gemeinsam haben, als sich „The Spirit“ vorstellen kann. Im Verlauf stößt dann „The Spirit“ auf das dunkle Geheimnis. Während all dem tritt dann auch noch eine alte Freundin aus „The Spirit“’s Kindertagen auf. Sand Seref (Eva Mendes), die – mittlerweile auch als Kriminelle – etwas besitzt, das Der Oktopus für seine finsteren Pläne benötigt, kommt zurück in das ihr verhasste Central City, da Der Oktopus hingegen etwas hat das unbedingt Sand will… Und die Geschichte nimmt ihren – verwirrenden – Lauf.

 

Nachdem ich den Film gesehen hatte war ich ehrlich gesagt desorientiert und verwirrt. Ich bin mir immer noch nicht im Klaren darüber, ob ich den Film nun mögen soll oder nicht. Er ist eine ständige Wirrfahrt zwischen übertriebenen Pathos, übertriebener Ernsthaftigkeit und übertriebenen Slapstick. Man kommt nicht zur Ruhe, der Film lässt einem keine Zeit, seine Gedanken zu sortieren und sich eine Meinung zu bilden. Dabei fesselt er aber auch ungemein, ich hatte zu keiner Minute das Gefühl der Langeweile… Man hat dafür allerdings auch einfach keine Zeit.

Ich weiß an dieser Stelle noch nicht einmal, was ich hinsichtlich des Films empfehlen soll… Es gibt genügend Gründe, die für den Film sprechen, aber nahezu ebenso viele, die dagegen sprechen. Ich hab mal am Ende eine Umfrage eingefügt ( wobei ich nicht wirklich weiß, ob’s so klappt, wie ich mir das vorgestellt hab 😉 ), wer mag kann ja teilnehmen…

Es ist für sich ein großartiger Film, der mitreißt und auch wirklich fasziniert, aber dieser streckenweise übertriebene schwülstige Pathos, der fast als fingererhebende Gesellschaftskritik daherkommt ist eindeutig zu viel des Guten. Die wundervolle Situationskomik hebt den Film aber dann wieder aus diesem Einheitsbrei der Möchtegern-Filme heraus und gibt ihm etwas Besonderes, das nur wenige Filme schaffen. Wobei auch teilweise kritische Szenen enthalten sind, während denen ich mich nur wunderte, wie man Schauspieler wie Samuel L. Jackson dazu bekommt, bei sowas mitzuspielen. Ohne großartig spoilern zu wollen, aber eine Szene lies mich nur wundernd den Kopf schütteln, in der Samuel L. Jackson in einer SS-Uniform zu der deutschen Nationalhymne eine pathetische Rede hält, während Scarlett Johansson vor einer riesigen Projektion von Adolf Hitler ihn immer wieder ergänzt und unterstreicht. Unterbrochen wird diese Rede allerdings durch komödiantische Einlagen, die ich nicht zwangsläufig als gewollt identifizieren würde, es aber tatsächlich sind. Als Jackson dann am Ende von einem großen, steinernen Reichsadler „erschlagen“ wird prustete fast das gesamte heraus, ob der Situation, die fast an einen Laurel&Hardy-Film erinnert.

 

„The Spirit“ kann meines Erachtens mit einem „300“ nicht mithalten, sei es Story, Effekte oder auch Bilder, allerdings hat „The Spirit“ einen gewissen, faszinierenden, „verspulten“ Charme, den man nicht wegdiskutieren kann.

Ich bin ja eigentlich ein Liebhaber verspulter, teilweise auch pathetischer und kitschiger Filme, aber „The Spirit“ lässt mich alleine, gibt mir keinen Anhaltspunkt wie ich ihn finden soll… Vielleicht soll es genau das sein, was man an ihm mögen soll… Es zeugt durchaus von Mut einen solchen Film, der – für mich zumindest – so überhaupt nicht kategorisierbar ist, zu drehen… Das macht ihn mir überaus sympathisch!

 

~Fesra

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